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Neuigkeiten von miriquidi.space: Ankündigungen, Einblicke und Termine.

Liniendiagramm: Raumfahrt- und Halbleitermarkt 2015 bis 2035, globaler Markt in Milliarden US-Dollar. 2015 sind beide etwa gleich groß (rund 330 Milliarden). Der Halbleitermarkt springt bis 2026 durch den KI-Boom auf rund 1.500 Milliarden. Der Raumfahrtmarkt steigt stetiger von 323 (2015) über gut 600 (heute) auf geschätzte 1.800 Milliarden bis 2035. Als künftige Beschleuniger der Raumfahrt sind Defence, KI-Rechenzentren im Orbit und In-Orbit-Fertigung genannt.

2015 waren beide Märkte gleich groß. Heute explodiert der eine – der andere kommt gerade erst in Fahrt. (Quellen: Space Foundation; WEF & McKinsey; WSTS; SIA)

05.08.2026

Der eine Markt explodiert – und der andere?

2015 waren die Raumfahrtwirtschaft und die Halbleiterindustrie exakt gleich groß: rund 330 Milliarden Dollar. Zehn Jahre später kennt jeder die eine – und kaum jemand die andere.

Ich habe in beiden Welten gearbeitet, Halbleiter und Raumfahrt. Und ich sehe gerade dasselbe Muster – nur zeitversetzt.

Die Halbleiter sind nicht langsam gewachsen. Sie sind explodiert. Jahrelang ging es stetig bergauf, dann kam die KI – und der Markt sprang in einem einzigen Jahr um 90 Prozent auf über 1,5 Billionen Dollar. Niemand hatte diesen Zeitpunkt exakt vorhergesagt. So verhalten sich Enabler-Märkte: lange stetig, dann plötzlich.

Die Raumfahrt ist heute genau dort, wo die Halbleiter vor ihrem Sprung waren. Von 323 Milliarden Dollar (2015) auf über 600 (heute), auf dem Weg zu geschätzten 1,8 Billionen bis 2035 – und sie bewegt sich schon jetzt schneller als je in den letzten zehn Jahren.

Getrieben wird sie aktuell vom Breitband-Internet aus dem Orbit – Starlink, Kuiper, IRIS². Der nächste Impuls steht in Europa schon bereit: Defence. Und dahinter zeichnet sich die übernächste Welle ab – KI-Rechenzentren im Orbit, Fertigung in der Schwerelosigkeit, irgendwann Rohstoffgewinnung. Der KI-Boom, der gerade die Halbleiter beflügelt, strahlt damit direkt auf die Raumfahrt aus und beschleunigt auch sie. Wann genau ihr Sprung kommt, weiß niemand. Dass er kommt, ist absehbar.

Und jetzt kommt der Teil, der den deutschen Mittelstand angeht.

Die Bundesagentur für Sprunginnovationen hat gerade eine Strategie zur „Orbital Economy“ vorgelegt. Kernaussage: Die wirtschaftliche Wirkung entsteht nicht bei den Raumfahrtunternehmen – sondern beim Transfer in bestehende Lieferketten. Maschinenbau, Robotik, Werkstofftechnik und Elektronik werden namentlich als die Branchen genannt, die diesen Markt ermöglichen und von ihm profitieren.

Roland Berger formuliert es in CEO-Sprache: Der deutsche Maschinenbau sei „eigentlich das Feld für die deutsche Wirtschaft. Gute deutsche Mechatronik, mit der man jetzt punkten kann.“

Für den produzierenden Mittelstand heißt das: Sie sitzen auf genau den Kompetenzen, die dieser Markt sucht – dieselbe Präzision, dieselben Reinräume, dieselbe Qualität, die schon die Halbleiterwelt verlangt. Was fehlt, ist der Zugang.

Die Lehre aus den Halbleitern: Auf den Zug springt man auf, bevor er fährt – nicht, wenn er schon in voller Fahrt ist. Jetzt ist dieser Moment.

Quellen: Space Foundation, „The Space Report“ (2015: 323 Mrd. $; 2024: über 600 Mrd. $) · World Economic Forum & McKinsey, „Space: The $1.8 Trillion Opportunity for Global Economic Growth“ (2035: 1,8 Bio. $) · WSTS & SIA (2025: ca. 790 Mrd. $; 2026-Prognose: ca. 1,5 Bio. $) · SPRIND, „Space made in Germany“ (Spott & Gernreich, 2026) · Zitat Roland Berger nach Table.Media (2026)

01.08.2026

Skalibri Space Abend

Ich bin beim ImpulsGewölbe von Skalibri zu Gast – einem Business-Afterwork im Gewölbekeller des m³ CoWorking Space direkt am Dresdner Elbufer, mit Impulsvorträgen, moderierten Networking-Runden und Gesprächen auf Augenhöhe, limitiert auf 20 Personen.

Gemeinsam mit Dr. Tino Schmiel (TU Dresden) zeige ich, warum die Raumfahrt ein Lehrbeispiel für die Erschließung neuer Märkte ist. Während Dr. Schmiel den Blick auf die Zukunft der Raumfahrt richtet, spreche ich in meinem Impuls „Weltraum als Marktchance“ über Potenziale, Chancen und Stolpersteine für Industrie und Mittelstand beim Einstieg in die Branche.

Dienstag, 25. August 2026, 17–21 Uhr, m³ Wigardstraße 21, Dresden.

31.07.2026

Hello World! Aus Miriquidi Labs wird miriquidi.space.

Ich schärfe den Fokus – und das jetzt auch im Namen.

Miriquidi Labs habe ich gegründet, um Unternehmen neue Geschäftsfelder zu erschließen und die dafür nötige Transformation in die Umsetzung zu bringen. Die vergangenen Monate haben gezeigt: Meinen größten Hebel setze ich dort an, wo ich selbst langjährige Erfahrung mitbringe – in der Raumfahrt. Der Markt verändert sich dabei so dynamisch wie nie zuvor: Sachsen hat sich mit Space Saxony großt Ziele gesteckt, Deutschland eine eigene Raumfahrtstrategie zur Verteidigung im Weltraum, die ESA-Budgets erreichen Höchststände, und beinahe täglich entstehen neue Space Start-ups. Spätestens seit der ILA Berlin im Juni ist der Aufbruch spürbar. Gleichzeitig zeigen sich in anderen Branchen deutlich verhaltenere Aussichten – dort werden Kapazitäten frei, während die Nachfrage in der Raumfahrt steigt. Genau an dieser Schnittstelle will ich mit miriquidi.space Brücken bauen: Ich unterstütze Unternehmen beim Einstieg in den Raumfahrtmarkt, beim Ausbau ihrer Marktzugänge und beim Wachstum ihrer Marktposition – von der strategischen Analyse über konkrete Roadmaps bis zur operativen Begleitung im Angebots- und Verhandlungsprozess.

Neu sind der Name, der Webauftritt und ein klar definiertes Leistungsportfolio: vom niedrigschwelligen Einstieg ins Thema Raumfahrt bis zur umfassenden operativen Business-Development-Begleitung.

Unverändert bleibt die Struktur meines Vorgehens – Explore, Focus, Transform – ebenso wie mein Bezug zu Sachsen und dem Erzgebirge. Hier steckt viel Potenzial, und der aktuelle Umbruch erfordert Mut zur Transformation.

Lassen Sie uns gemeinsam neue Wege finden.

Robert Hahn
miriquidi.space